Proton VPN: dauerhaft kostenloser, datenlimitfreier Tarif, quelloffene Clients
👍 Vorteile
👎 Nachteile
Kostenloser Tarif
Proton VPN ist der einzige Anbieter in diesem Vergleich mit einem dauerhaften, datenlimitfreien kostenlosen Tarif. Ein Gerät, keine Kreditkarte, kein Ablaufdatum. Das ist kein zeitlich befristetes Angebot, das in ein Pflichtabonnement mündet, sondern ein Dauertarif, der so funktioniert, wie er beschrieben ist. Die Einschränkungen des kostenlosen Plans sind real: Die Serverauswahl ist auf eine begrenzte Anzahl von Ländern reduziert, und Verbindungsgeschwindigkeiten werden gegenüber bezahlten Tarifen nicht priorisiert. Für allgemeine Nutzung auf einem einzigen Gerät ist das ein praktikabler Einstieg ohne finanzielles Engagement. Wer mehr Standorte, mehr Geräte oder Zugang zu NetShield oder Secure Core benötigt, wechselt auf VPN Plus.
Bezahlte Tarife, Verbindungen und Preistransparenz
VPN Plus erlaubt zehn gleichzeitige Verbindungen. Proton bietet monatliche, jährliche und zweijährige Abrechnungszyklen an. Der Verlängerungspreis wird transparent auf derselben Preisseite ausgewiesen; Erst- und Verlängerungspreis sind auf einem Blick sichtbar, was die Gesamtkosten über den ersten Abonnementzyklus hinaus kalkulierbar macht. VPN Plus lässt sich mit anderen Proton-Diensten, etwa Proton Mail oder Proton Drive, zu einem Bündelplan kombinieren. Protons Bündelpreise erlauben einen Kostenvorteil gegenüber dem Einzelbezug mehrerer Dienste. Apps sind für Windows, macOS, iOS, Android und Linux verfügbar; Router-Unterstützung ist dokumentiert. Proton VPN ist in der Schweiz ansässig und unterliegt Schweizer Recht.
Quelloffene Clients: was das bedeutet und was nicht
Die Clients für alle unterstützten Plattformen sind auf GitHub als Open Source zugänglich. Der gesamte Client-Code liegt zur öffentlichen Prüfung bereit. Sicherheitsforscher und unabhängige Entwickler können die Client-Implementierung auf Korrektheit untersuchen; das erlaubt eine dauerhaft zugängliche Überprüfung durch beliebig viele Parteien. Was quelloffener Client-Code nicht belegt: das Verhalten der auf den Servern tatsächlich eingesetzten Software, die Logging-Konfiguration im laufenden Betrieb oder den vollständigen Datenpfad durch die Infrastruktur. Diese Einschränkung gilt für alle VPN-Anbieter unabhängig davon, ob sie quelloffene Clients anbieten.
Infrastruktur-Audits und separate App-Prüfungen
Proton VPN hat fünf aufeinanderfolgende externe Infrastruktur- und No-Logs-Audits abgeschlossen; die Berichte sind auf der Proton-Website veröffentlicht. Diese Infrastruktur-Audits sind von den separaten App-Sicherheitsprüfungen zu unterscheiden, die auf der App-Ebene durchgeführt wurden. Beide Prüfkategorien sind dokumentiert und öffentlich zugänglich. Quelloffene Clients, fünf externe Infrastruktur-Audits und separate App-Sicherheitsprüfungen ergeben zusammen eine gut dokumentierte Transparenzgeschichte. Dreißig Tage Rückgaberecht gelten für Direktkäufe; App-Store-Käufe unterliegen den Store-Bedingungen.
Weitere Features und Einordnung
Proton VPN unterstützt Multi-hop über Secure Core im bezahlten Tarif, was den Datenverkehr zusätzlich über Schweizer Server leitet. NetShield, Protons DNS-basierter Werbeblocker, ist ausschließlich im bezahlten Tarif verfügbar. Stealth, ein verschleiertes Protokoll, ist verfügbar. Proton Mail und Proton Drive nutzen dieselbe Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsphilosophie wie Proton VPN und sind für Nutzer relevant, die ein breites Datenschutzpaket unter einem Anbieter anstreben. Split-Tunneling und ein Kill Switch sind auf den Hauptplattformen verfügbar. Der bezahlte Tarif liegt preislich im oberen Mittelfeld. Wer ausschließlich den niedrigsten Monatspreis sucht, findet anderswo günstigere Einstiegsangebote; allerdings liegen die Verlängerungspreise dort häufig ebenfalls höher. Wer externe Infrastruktur-Audits und quelloffene Clients als Qualitätsmerkmal wertschätzt, findet bei Proton VPN einen breit dokumentierten Transparenznachweis.
Technische Features und Sicherheitsarchitektur
Proton VPN bietet Secure Core, eine Multi-hop-Architektur, bei der der Datenverkehr zunächst über Server in datenschutzfreundlichen Ländern mit eigener Infrastruktur geleitet wird, bevor er den endgültigen VPN-Server erreicht. Das erhöht den Schutz bei besonders sensitiven Verbindungsszenarien, verlangsamt die Verbindung aber typischerweise. Secure Core ist ausschließlich im bezahlten Tarif verfügbar. Stealth ist Protons verschleiertes Protokoll und macht VPN-Verbindungen auf Netzwerken schwerer erkennbar, die WireGuard oder OpenVPN aktiv blockieren. Split-Tunneling ist auf Windows, Android und macOS verfügbar und erlaubt die Trennung von Datenverkehr nach App oder IP-Adresse. Ein Kill Switch ist auf allen Plattformen konfigurierbar, einschließlich eines permanenten Modus, der auch den Start ohne VPN blockiert. Proton VPN bietet außerdem DNS-Leak-Schutz und IPv6-Leak-Schutz als Standardkonfiguration. Die Apps unterstützen benutzerdefinierte DNS-Server. Der Servercode ist nicht quelloffen; die Verifikation der Serverseite beruht auf externen Prüfberichten. Proton VPN ist Teil der Proton-Produktfamilie, zu der Proton Mail, Proton Drive, Proton Calendar und Proton Pass gehören. Alle Produkte sind unter demselben Konto nutzbar; Bündelpreise sind transparenter als bei Anbietern, die Zusatzprodukte separat berechnen. Proton ist als Unternehmen 2014 als Spin-off des CERN entstanden und hat seinen Sitz in Genf. Schweizer Recht bietet strukturell höheren Datenschutz als EU-Recht in bestimmten Bereichen, da die Schweiz kein EU-Mitglied ist und eigene Datenschutzgesetze anwendet. Proton VPN bietet außerdem Tor-over-VPN auf bestimmten Servern, die als Plus-Server markiert sind; dabei wird der Datenverkehr nach dem VPN-Tunnel zusätzlich durch das Tor-Netzwerk geleitet. Das ist für Nutzer relevant, die maximale Routing-Schichtung wünschen, verlangsamt die Verbindung aber erheblich. Die No-Logs-Richtlinie gilt laut Unternehmensangaben auch für Proton VPN Free; der kostenlose Tarif unterliegt denselben Datenschutzversprechen wie der bezahlte Tarif. Proton VPN Free ist technisch vollständig funktionsfähig und nicht mit Datenvolumen-Caps oder Ablaufdaten versehen, sondern ausschließlich durch Verbindungszahl und Serverauswahl eingeschränkt. Proton VPN ist Open-Source-Mitglied und hat mehrere Investitionsrunden durch datenschutzorientierte Institutionen erhalten. Für Unternehmen bietet Proton einen Business-Tarif an; dieser ist von der hier bewerteten Privattarif-Struktur zu trennen. Proton VPN bietet außerdem benutzerdefinierte DNS-Server-Einstellungen und unterstützt DNS-over-HTTPS für erhöhten Schutz bei DNS-Anfragen. Die Apps sind für alle genannten Plattformen kostenlos herunterladbar.
Wer ohne finanzielle Verpflichtung einsteigen möchte, beginnt bei Proton VPN: dauerhafter, datenlimitfreier kostenloser Plan ohne Kreditkarte, ein Gerät. Im Bezahltarif überzeugt die Kombination aus zehn Geräten, quelloffenen Clients, fünf externen Infrastruktur-Audits und separaten App-Sicherheitsprüfungen. Die transparente Preisdarstellung mit Erst- und Verlängerungspreis auf einer Seite ist ein praktischer Vorteil.